Klassenfahrtszeitung

Mit dieser Unterrichtseinheit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen lassen sich so wunderbar die Erlebnisse einer Klassenfahrt aufbereiten und zum anderen hat man ein aktuelles Thema, um die Schüler Berichte und Reportagen schreiben zu lassen. Im Vorfeld müssten die Merkmale und Stilmittel dieser Textarten behandelt worden sein (insbesondere szenische Darstellung bzw. Momentaufnahme in der Reportage). Voraussetzung sind auch Grundkenntnisse in der Textverarbeitung.

Vorbereitung:

Vor der Klassenfahrt werden die Schüler in Gruppen aufgeteilt, wobei jede Gruppe für die Berichterstattung über einen Tag zuständig ist. Ob man auslost, nach Zimmern oder nach Tischdienst einteilt, hängt von den Umständen (Zusammensetzung der Klasse, Unterbringung usw.) ab. Während der Fahrt sollen die Schüler sich für „ihren“ Tag besonders genaue Notizen und Bilder machen.

Verfassen:

Die eigentliche Arbeit an den Texten findet nach der Rückkehr statt. Die Gruppen erhalten die Arbeitsanweisungen, eine Doppelseite (bei größeren Gruppen auch mehr) zu gestalten. Damit die individuelle Leistung erkennbar bleibt, dürfen höchstens zwei Schüler an einem Text arbeiten. Das bedeutet, dass die Gruppe sich absprechen muss, wer die Berichterstattung über welche Aktivitäten übernimmt. Außerdem müssen die Schüler sich über die Seitengestaltung und die Anordnung verständigen.

Schüler, welche an der Klassenfahrt nicht teilgenommen haben, erhalten die Aufgabe, eine Titel- und Schluss-Seite zu gestalten (Titelseite und Abschluss). Alternativ kann dies auch von leistungsstärkeren Schülern übernommen werden.

Zeitbedarf: ca. 3 Schulstunden, inklusive Korrekturlesen; was in dieser Zeit nicht geschafft wird, ist Hausaufgabe.

Fertigstellung:

Ideal hierfür wäre eine Doppelstunde im Computerraum, damit die Einzeltexte der Gruppe in jeweils einer Datei zusammengeführt werden. Eine gängige Textverarbeitungssoftware wie Open Office ist für diesen Zweck völlig ausreichend, auch wenn die Schüler eine gewisse Frustrationstoleranz entwickeln müssen, wenn es um das Platzieren der Bilder geht. Ansprechendere Ergebnisse lassen sich natürlich mit speziellen Layout-Programmen erzielen, die aber nicht an jeder Schule vorhanden sind. Um alle Gruppenergebnisse zu bündeln, kann man auf dem Schulserver Ordner einrichten, wo die entsprechenden Dateien abgelegt werden. Die Lehrkraft kann so die Texte noch einmal Korrektur lesen und am Ende ausdrucken. Beim letzten Mal mit einer siebten Klasse haben wir ein Exemplar als Wandzeitung ausgedruckt (mit farbigen Bildern) und für jeden Schüler eine Kopie auf eine CD gebrannt.

Bewertung:

Es erleichtert einem die Bewertung ungemein, wenn man die Gruppenmitglieder zunächst ihre Arbeitsweise sowie ihr Ergebnis selbst einschätzen lässt (Was hast du zum Ergebnis beigetragen? Wie zufrieden bist du mit eurer Arbeitsweise/ eurem Ergebnis? Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?). Anschließend kann mit der gesamten Klasse eine Rangliste der besten Berichte bzw. der besten Seiten erstellt werden.

Auf dieser Grundlage erfolgt dann die Bewertung, wobei ich immer für die Berichte Einzelnoten und für die Arbeit der Gruppe eine Gesamtnote vergebe. Beide Noten werden gleich gewichtet. Sollte jemand besonderes Engagement gezeigt bzw. durch mangelnde Mitarbeit die Gruppe belastet haben, führt dies zur Auf- bzw. Abwertung der Einzelnote.

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